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Eine Werkstatt ist keine Schule


Khara Woods | Unsplash | Hier findet sich fast alles, was man so braucht

Lernen in einer Werkstatt unterscheidet sich vom Lernen in einer Schule. Damit Sie einschätzen können, ob mein Weg zu Ihrem Ziel passt, lege ich meine 12 Grundsätze offen.


Inhalt

  • Maßanzug statt Stange
  • Schmerz statt Komfortzone
  • Können statt Zertifikate
  • Freiheitskampf statt Gruppendynamik
  • Pragmatismus statt Ideologie
  • Feinsinn statt Bulldogge
  • Tüfteln statt Konsumenten
  • Draußen statt drinnen
  • Konkret statt allgemein
  • Parkinson Trick statt Resignation
  • Sparringspartner statt Personal-Trainier
  • Fünf Jahre statt Dauerkunde

Maßanzug statt Stange

Das Ziel ist im Arbeitsplan1 gesetzt. Sie können sich gegen physische wie psysische Angriffe wehren, Sie verfügen über eine hohe körperliche wie mentale Leistungsfähigkeit und sie beherrschen die Methoden der Interaktion und der Selbstorganisation.
Die Methode, mit der diese Fähigkeiten erlangt werden, ist ebenso gesetzt. Die Techniken werden gründlich erarbeitet, dann durch Wiederholung automatisiert. Systematisches Reflektieren und Nachjustieren rundet das Können ab.
Was nicht gesetzt ist, ist das Lerntempo. Während sich eine Schule mit ihrem Lerntempo immer am Mittelwert des Könnens orientiert, nimmt man sich in einer Werkstatt die Zeit, die man braucht. Echtes Lernen kommt ohne Vergleich und Wettbewerb aus. Charakterbildung spielt sich in einer anderen Dimension ab, als höher, schneller, weiter oder was machen die anderen.

Ausgeprägte Charaktere
lernen vieles überdurchschnittlich
schnell und manches
überdurchschnittlich langsam.

Ich sehe zwei Gründe für die Langsamkeit. Hochleistungsmenschen können sich zum einen sehr gut auf ihre Stärken verlassen, haben aber oft wenig Erfahrung darin, sich mit ihren Schwächen zu beschäftigen. Fähigkeiten entwickeln sich eben immer nur, wenn man sie braucht. Wer mit Talent gesegnet ist, muss manch harte Wege nicht beschreiten.
Zum anderen sind Stärken nicht selten der Ausdruck einer Überkompensierung von Schwächen und Ängsten. Sich diesen zu stellen geht ans Eingemachte. Es braucht Zeit und Energie. Wenn Durchsetzungsstärke und Biss aus dem Bedürfnis resultieren, den Anschein von Fehlerhaftigkeit und Schwäche zu vermeiden, hat man im Erlernen des Nachgebens, Geschehenlassens eine ordentliche Aufgabe vor sich. Wenn große Stärke in Ambivalenz und Harmonie in der Furcht vor Konflikten oder Auseinandersetzungen begründet ist, wird einem das Angreifen, Durchsetzen, Dagehenhalten den Schweiß auf die Stirn treiben.

In der Einübung von Selbstverteidigungstechniken wird die Notwendigkeit der Dualität greifbar. Kampfkunst verlangt, beide Seiten zu können, scheinbare Gegensätze zu vereinen. Sie verlangt Kraft und Beweglichkeit, Robustheit und Geschmeidigkeit. Man muss angreifen können und sich angreifen lassen können.
Die Kunst des Randori2 fordert und fördert diese Dualität. Bleibt man einseitig, kann man Selbstverteidigungstechniken nicht wirklich verstehen, üben und anwenden. Meisterschaft in Führung, Kommunikation und Konfliktbewältigung erfordert das gesamte Spektrum ohne blinde Flecken. 

Schulen können Hochleistungsmenschen oft nicht helfen. Wer vorwärts kommen will, hat nichts davon, wenn sich ein Unterricht am Mittelwert der Fähigkeiten orientiert – die wertvolle Zeit muss auf das verwendet werden, was man braucht, aber nicht kann. Die Lösungen müssen über das Allgemeingültige hinausgehen und genau auf die individuellen Anforderungen und Ziele zugeschnitten sein. Die Trainings- und Übungsroutinen müssen sich an Ihren Leistungsrythmus anpassen, aber ohne Sie dabei in eine weitere Luxusblase einzubetten und ohne Ihnen den ein oder anderen Tritt in den Hintern oder ein hartes Feedback vorzuenthalten.


Schmerz statt Komfortzone

Die jeweils andere, nicht talentbesetzte Seite zu lernen ist zuweilen harte Kost, die manchmal viel Zeit braucht. Hinter dem Ungleichgewicht stehen oft jahrzehntealte Denk- und Handlungsmuster, die sich nicht nach ein paar Übungen und ein paar schlauen Sätzen auflösen. Maßanzug heißt, sich einfach ans Üben zu machen, und sich die Zeit zu nehmen die es braucht. Ausbüchsen gilt nicht. Ich halte nichts von der Art Schmerzkult, nach dem Sport und Training immer wehtun muss. Das Gebot ist Behutsamkeit, nicht Brechstange. Doch bei allem senbsiblen Vorgehen: die eigenen dunklen Seiten auszuleuchten ist ohne Schmerzen und Unbehagen nicht denkbar.


Können statt Zertifikate

Eine Schule vermittet die ersten Grundlagen, kann aber mehr oder weniger nur an der Oberfläche agieren. Werkstattlernen heisst, sich dem tatsächlichen Können zu nähern.  Man darf Schulen nicht unrecht tun. Sie sind eine unerläßliche Vorstufe. Aber echtes Lernen oder Bildung heißt, sich irgendwann aus eigenem Antrieb mit etwas zu beschäftigen, nicht weil es der Lehrer so will, der Lehrplan es vorschreibt oder der Prüfungsplan es verlangt.Lernen in einer Werkstatt fordert auf, der Wirksamkeit des eigenen Könnens schonungslos ins Gesicht zu schauen und bei aller Individualität immer auch objektive Maßstäbe und das Feedback anderer zu Rate zu ziehen. 

Der Werkstatt reicht der Schein oder der Glaube an Können nicht. Der Anspruch ist immer tatsächliches Können. Einfache Praxistests in Kombination mit objektiven Messgrößen geben schonungsloses Feedback und zeigen den Entwicklungsstand auf. Kann ich mich wirklich gegen realistische Angriffe wehren? Bin ich wirklich mental und körperlich leistungsfähig? Gelingen meine Veränderungsprojekte wirklich? Zeigt mein Führungsstil wirklich die gewünschten Ergebnisse? Verbessert mein Verhandlungsstil wirklich die Situationen?


Freiheitskampf statt Gruppendynamik

Menschliche Motive lassen sich grob in drei Grundmotive einteilen. Das Leistungsprinzip (ich will gut in etwas sein), das Machtmotiv (ich will dominieren) und das Anschlußmotiv (ich will Zusammengehörigkeit erleben). Diese Motive sind in Menschen unterschiedlich kombiniert. Beim Werkstattlernen gibt es kaum Gelegenheit, sein Macht- und Anschlussmotiv auszuleben, der Fokus liegt auf dem Ausbau des individuellen Könnens durch maßgeschneidertes Üben. Für Menschen, für die der Ehrgeiz, der Vergleich, der Stolz die zentrale Energiequelle ist und sie unbedingt daran festhalten wollen, ist eine Werkstatt nicht das richtige.


Pragmatismus statt Ideologie

In den Kampfkünsten finden sich seit jeher zwei Pole. Freiheitskampf und Gruppendynamik. Die beiden Wege gegeneinander in Konkurrenz zu setzen, ist wenig hilfreich. Beide haben ihre Berechtigung. Jede und jeder muss für sich entscheiden, welcher Weg wann der richtige ist oder wie man die Wege kombiniert. Der eine Weg stärkt das Individuum und die eigene Positionierung, der andere Weg nutzt die Dynamik der Gruppe, die Unterordnung und Eindeutigkeit der Meister-Schülerinnen Beziehung.
Ich kenne beide Wege, den des paramilitärischen Gruppendrills und den individuellen Weg. Beide Wege haben mir zu den verschiedenen Zeiten wertvolle Dienste erwiesen. In meiner Karatewerkstatt gibt es jedoch nur den individuellen Weg, nur FreiheitskämpferInnen und Freiheitskämpfer. Ich meine, dass Frauen und Männer, die Außergewöhnliches leisten, ein Gegengewicht zum täglichen Druck, Funktionieren und Unterordnung brauchen.

Keine Religion, keine Messe,
keine Priester,
keine Jüngerinnen und
keine Jünger.

Eine Kampfkunst ist für mich ein Übungsrahmen, mit vielen positiven Effekten. Was ich nicht mag, sind die Formen der elitären Identitätsstiftung. Karate ist keine Religion, das Training ist keine Messe, der Meister kein Priester und die Schüler keine Jünger. Karate ist in meiner Welt für die Menschen da, nicht andersherum. Wir biegen uns Karate so hin, wie es für uns passt. Es ist ein Rahmen, die realistische Selbstverteidigung zu üben. Es ist ein Hilfsmittel, um alle Varianten der friedlichen und kämpferischen Auseinandersetzung im normalen Leben zu üben.


Feinsinn statt Brechstange

Das körperlich intensive Training der Selbstverteidigungstechniken erwartet ein sehr hohes Maß an Selbstkontrolle und Selbstdisziplin. Wer zu hart, zu egozentrisch oder gar rücksichtslos agiert, die TrainingspartnerInnen und allgemeine Grenzen nicht respektiert und mit seinen Mitmenschen vornehmlich durch Rechthaberei und Wichtigtuerei in Kontakt steht, ist in einer Kampfsportschule mit Wettkämpfen besser aufgehoben.


Tüfteln statt Konsumieren

Während in einem eher schulischen Umfeld, ein strikter Unterrichtsplan vorgibt, geht es beim Werkstattlernen individueller zu. Wir legen gemeinsam Prüfungspläne fest, erarbeiten ein Trainings- und Wiederholungsschema. Im Alleine-Training (Sie alleine mit sich) wiederholen Sie beharrlich bis stumpf Ihr Repertoire. Also ihre Techniken der Selbstverteidigung, Ihre Formen (Katas) und die Übungen Ihres Kraft- und Beweglichkeitsprogramms. Im Einzeltraining spielen wir die Techniken in den verschiedenen Intensitäten durch, sie probieren das alleine Erarbeitete aus, wir feilen an der Ausführung. In Workshops trainieren wir in kleinen Gruppen neue Techniken, Bewegungsmuster, Katas ein und sie finden Gelegenheit, Ihre Techniken mit unterschiedlichen Gegnern zu üben. In den Intensivwochen trainieren Sie alleine, mit mir und anderen an sechs Tagen für jeweils fünf Stunden.
In den Workshops und den Intensivwochen lernen sie andere Frauen und Männer kennen, mit denen sie sich, wenn sie das wollen, zusammenschließen können, um gemeinsam einmalig oder regelmäßig im freien Partnertraining Techniken zu üben.


Draußen statt drinnen

Zu Beginn liegt der Fokus auf Einzeltraining und Alleine Training. Wenn sie mit den den Routinen des Übens und dem Sparring vertraut sind und ein Grundrepertoire haben, kommen die Workshops und Intensivwochen dazu.

Schon das Training im Freien,
bei jedem Wetter, der unverstellte
Kontakt mit Menschen,
bringt einen immer wieder
auf den Boden zurück

Das Training ist immer draußen. Der regelmäßige Kontakt mit Wind, Wetter und Erde ist ein kostenloses Gegenmittel zu den Luxusblasen und kompensiert ohne viel Zutun die Nebenwirkungen der Entfremdung und der Abgehobenheit. Sich manchmal auf der Wiese und manchmal im Dreck zu wälzen ist außerdem lustig.
Für das Training draußen verwenden Sie normale Sportkleidung, das wichtigste sind wasserdichte Schuhe, weil am Morgen die Wiesen naß sind und Ihnen in der Hälfte des Jahres sonst die Füße einfrieren.


Konkret statt allgemein

Initial setzen wir vier Arbeitsdokumente (Wochenschema, Zeitplan, Ja-Nein-Checklisten, Technikstand) auf, die uns über die Zeit begleiten. Die kurzen Pausen während oder nach den gemeinsamen Trainings nutzen wir um über Fortschritte oder Herausforderungen des Arbeitsplans zu sprechen. Wir sind über die Cloud verbunden, in der sie ihre Eintragungen in die Arbeitsdokumente machen. Sie haben so stets Ihre Ziele, Pläne, Fortschritte, Taktiken und Strategien vor Augen. Mir gibt es die Gelegenheit, ihre Fortschritte zu sehen und mir Gedanken und Vorschläge über Hilfsmittel, Lösungen und Unterstützung zu machen. Wenn wir für manche Themen mehr Zeit brauchen, nehmen wir sie uns.


Parkinson Trick statt Resignation

Alle Frauen und Männer, die Ihr Leben der Hochleistung widmen, kennen das Hochleistungsdilemma: Du hast zur Auswahl: Arbeit, Geld, Fitness, Freunde, Familie und Du darfst dir drei aussuchen. Eine Kampfkunst hat aufgrund der Vielschichtigkeit und Transfermöglichkeiten das Potenzial, Ihnen zu helfen, das Hochleistungsdilemma in den Griff zu bekommen. Ziel ist, dass sie alle fünf behalten dürfen.
Durch ausgefeilte Methoden der Hochleistung, die man in einer Kampfkunst stellvertretend schärfen und vervollkommnen kann, erledigen sie ihre Arbeit in weniger Zeit. Die gewonnene Zeit verbringen sie mit Ihrer Familie und ihren Freunden. Körperliche und mentale Leistungsfähigkeit, Fitness gibt es nebenbei gratis dazu. Der gewonnene Fokus, die gewonnene Ausgeprägtheit hebt sie in allen Bereichen auf eine andere Stufe und Sie verdienen mehr Geld und müssen weniger arbeiten. Sie können dann die nächste Stufe erklimmen, das Spiel wiederholt sich oder sie können es gut sein lassen und sich noch mehr des Lebens freuen. So der Plan, eigentlich ganz einfach.
Die Vereinbarkeit des regelmäßiges Trainings mit Arbeit, Familie etc. gelingt mit einem Trick. Das Parkinson-Prinzip des Zeitmanagements sagt: Du brauchst für eine Aufgabe, solange wie du Zeit dafür hast. Hier setzen wir gemeinsam an: Sie straffen Ihre täglichen Routinen hier und da und gewinnen so Zeit. Sie zwingen sich, besser zu delegieren, Mitarbeiter besser zu führen. Sie kommen in Gesprächen schneller zum Punkt, bereiten Besprechungen besser vor und beenden Besprechungen, wenn alles gesagt ist, nur noch nicht von jedem. Bei der Straffung der Routinen und Haltungen, die ihnen mit moderatem Aufwand Trainingszeit verschaffen, helfe ich Ihnen.

Man kann das
Hochleistungspolyemma
lösen. Das was es
dazu braucht ist Mut
und Unterstützung.

Wenn sie sich ganz auf den Weg einlassen, wird nach gewisser Zeit die sortierende, stabilisierende, fokussierende Wirkung einsetzen. Sie werden sich durch bessere Entscheidungen und Entscheidungsfindung Zeit sparen, klarer in Konfliktsituationen sein, Reibung, negative Emotionen durch strukturierteres Vorgehen vermeiden.
Sie werden die Erfahrung machen, dass Kampfkünste nur aus der Ferne etwas Mystisches haben. Aus der Nähe betrachtet, ist es nichts anderes, als die triviale Entwicklung körperlicher Fähigkeiten mit dem Mittel der systematischen Wiederholung. Es ist ein aktiver Rückzug, der Sie aus den Schleifen des Hochleistungsalltags holt. Der Rückzug, den Sie brauchen, um sich von den Strapazen zu erholen, sich immer wieder neu zu kalibrieren.
Das einzige, was es zu Beginn braucht, ist der Mut, zu den wenigen gehören zu wollen, denen es gelingt, das Hochleistungsdilemma zu lösen. Und Sie brauchen jemanden, der Sie an der Holzfäller-Falle vorbeiführt „Ich will ja schon, aber ich habe eben vor lauter Arbeit keine Zeit, meine Axt zu schärfen …“


Sparringspartner statt Personal-Trainier

Die Inhalte, die Ziele, die Reihenfolge und die zeitlichen Horizonte legen wir laufend gemeinsam fest. Am Ende eines Übungsabschnitts liegen Prüfungen, die wir auch gemeinsam festlegen. Die Prüfungen, Leistungstest sind eine Privatsache zwischen Ihnen und mir, sie finden ohne Öffentlichkeit statt.
Das Thema Gewalt, harte Selbstverteidigung behagt nicht jedem gleich, genauso wie das kooperative, gemeinsame Üben nicht sofort gelingt. Wir nehmen uns die Zeit, die es braucht.
Ich denke mich in sie hinein, aber ich bin kein Personal Trainier, den Sie buchen. Ich begleite Sie auf dem Weg, aber ich bin kein Dienstleister. Sie ordnen sich dem Karateweg unter, so wie ich das auch tue. Ich helfe Ihnen durch die vielen Krisen auf dem Weg zur Meisterschaft, aber ich trage Sie nicht zum Jagen. Und ich erlaube mir, manchmal auch Dinge zu tun und zu sagen, die Sie vielleicht erst nach drei Monaten richtig finden.


Fünf Jahre statt Dauerkunde

Wir haben 5 Jahre Zeit, danach trennen wir uns wieder, sie gehen Ihren Weg der Meisterschaft ohne mich weiter. Sie feilen alleine oder mit einem anderen Sparringspartner, lassen sich von jemand anderem unterstützen oder Sie lernen eine andere Kampfkunst. Nach genügend Abstand treten wir, wenn wir uns noch aushalten, wieder in Kontakt und sie werden Mitglied der Meisterklasse, in der alle auf Augenhöhe miteinander üben und sich austauschen.


Vertiefen

1 Arbeitsplan | zum Arbeitsplan

2 Abschreckung und Randori | zum Artikel

Werkstatt | Wikipedia | zum Eintrag
„Eine Werkstatt kann im übertragenen Sinne eine Zusammenkunft oder eine Lerneinheit sein. Dieser Begriff betont das Lösen von Problemen oder auch das direkte Üben am Thema.“

Lernen | Wikipedia | zum Eintrag
„Aus lernpsychologischer Sicht wird Lernen als ein Prozess der relativ stabilen Veränderung des Verhaltens, Denkens oder Fühlens aufgrund von Erfahrung oder neu gewonnenen Einsichten und des Verständnisses verarbeiteter Wahrnehmung der Umwelt oder Bewusstwerdung eigener Regungen aufgefasst.
Die Fähigkeit zu lernen ist für Mensch und Tier eine Grundvoraussetzung dafür, sich den Gegebenheiten des Lebens und der Umwelt anpassen zu können, darin sinnvoll zu agieren und sie gegebenenfalls im eigenen Interesse zu verändern. So ist für den Menschen die Fähigkeit zu lernen auch eine Voraussetzung für ein reflektiertes Verhältnis zu sich, zu den anderen und zur Welt. Die Resultate des Lernprozesses sind nicht immer von den Lernenden in Worte fassbar (implizites Wissen) oder eindeutig messbar.“

© Mathias Raths


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